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Pflegebedürftige haben Anspruch auf Unterstützung

Die Pflegekasse bezahlt

Immer mehr Maschinenringe in Niedersachsen und Schleswig-Holstein übernehmen diese Alltagsbegleitung.

Das Pflegestärkungsgesetz macht es möglich: Menschen mit einem Pflegegrad von eins bis fünf haben Anspruch auf  den sogenannten Entlastungsbeitrag.  Das bedeutet, der Pflegebedürftige selber oder seine Angehörigen können Hilfe in Höhe von 125 Euro im Monat erhalten. Dafür können sie sich beispielsweise Hilfe für den Haushalt oder die Bewältigung anderer Aufgaben im Alltag besorgen. Alltagsbegleitung nennt sich diese Möglichkeit der Unterstützung.

Ganz wichtig: 

Alltagsbegleiter oder Alltagsbegleiterinnen pflegen nicht und sie dürfen keine Medikamente verabreichen. Sie sind einfach da, hören zu, helfen oder unterstützen im häuslichen Alltag. Auch können sie mit den Betroffenen spazieren gehen oder einfach für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Der monatliche Beitrag ist zweckgebunden für tatsächlich geleistete Arbeiten. Ausgezahlt wird das Geld nicht. Es ist möglich, den Entlastungbetrag mit anderen Leistungen zu kombinieren: beispielsweise mit Eigenanteilen der Pflegesachleistungen von Verhinderungs- und Kurzzeit- oder Tages- und Nachtpflege.  Die Abrechnung erfolgt mit der Pflegekasse. Sie ist bei der Krankenkasse angesiedelt. Die betreuten Personen haben mit der Abrechnung nichts zu tun. Das erledigt der Maschinenring.

Wer kann diese Hilfe anbieten?

Voraussetzung für die Beschäftigung als  Alltagsbegleitung sind hauswirtschaftliche, pädagogische oder soziale Berufe.  Schulungen in einem vorgeschriebenen Umfang sind für die Alltagsbegleiter vorgeschrieben.  So werden beispielsweise  Fortbildungen im Bereich Demenz angeboten. Das Thema wird immer wichtiger.

Erfahrungen gesammelt

Zwei Maschinenringe in Schleswig-Holstein haben bereits Erfahrungen mit dieser neuen Aufgabe gesammelt. Nach dem Maschinenring Mittelholstein und dem Maschinenring Dithmarschen werden weitere Ringe diesen Dienst zukünftig anbieten. In Schleswig-Holstein wird  beim Landesamt für Soziale Dienste  der Antrag auf Anerkennung gestellt. Dort ist auch zu erfahren, welche  Voraussetzungen zu erfüllen sind. 

Auch in Niedersachsen sind bereits Maschinenringe als Entlastungsangebot anerkannt. Seit 2018 ist der Maschinenring Nordwest tätig. Seit diesem Jahr sind anerkannt die Maschinenringe GöttingenWesermünde-Osterholz sowie der Maschinenring Aurich. Zuständige Behörde für die Anerkennung in Niedersachsen ist das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Hildesheim. Die Abrechnung hauswirtschaftlicher  Leistungen durch die Pflegekassen erfolgt auch hier nur mit Anbietern, die vom Land als „Angebot zur Entlastung im Alltag (AZUA)“ anerkannt worden sind.  Grundsätzlich muss ein Konzept vorgelegt werden, in dem das Angebot beschrieben wird. Informationen zu den weiteren Voraussetzungen erteilt das Landesamt.

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Autor: Dagmar Hofnagel, Foto: Maschinenring

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