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Betriebshilfe in der Landwirtschaft

Krankheit, Unfall, Kur – wie geht’s mit dem Betrieb weiter?

Eine Schwangerschaft, ein dummer Unfall, eine Krankheit oder der Tod eines geliebten Menschen und plötzlich, oft völlig unerwartet, fehlt eine wichtige Arbeitskraft auf dem Betrieb. Nicht nur das persönliche Leben gerät in solchen Fällen aus den gewohnten Bahnen, der routinierte betriebliche Ablauf, ist durch das Fehlen der betroffenen Person, empfindlich gestört. Um den Einkommensausfall so gering wie möglich zu halten und den Betrieb wirtschaftlich stabil weiterzuführen, muss eine Ersatzkraft her. Jemand der die anfallenden Arbeiten zuverlässig erledigen kann und dazu beiträgt den Betrieb so normal, wie es eben möglich ist, weiterzuführen. Zum Glück gibt es dafür geschultes Fachpersonal, Betriebshelfer, sie sind die Engel in der Not für unsere landwirtschaftlichen Betriebe.

Im Ernstfall: Fragen über Fragen
Doch wie funktioniert das mit der Betriebshilfe überhaupt? Wo kann ich Betriebshilfe beantragen? Ist mein Betrieb berechtigt Betriebs- oder Haushaltshilfe in Anspruch zu nehmen? Dabei ist der Kopf im Ernstfall sowieso ganz woanders, machen Sie sich keine Sorgen, alles was sie zur Betriebshilfe wissen müssen, erfahren Sie im folgenden Artikel:

Betriebshilfe, was ist das eigentlich?

Betriebshilfe fällt in die Zuständigkeit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Sie gehört zu den wichtigsten Leistungen die für den „grünen Bereich“ erbracht werden. Ohne Zweifel hat es für landwirtschaftliche Betriebsleiter oberste Priorität, dass die Wirtschaftlichkeit des Betriebes trotz Ausfall einer Arbeitskraft, gegeben ist. Betriebshelfer werden in der Landwirtschaft, aber auch als Aushilfe im betrieblichen Haushalt eingesetzt, sofern dieser essentiell mit dem Betrieb verbunden ist und andernfalls die Aufrechterhaltung des Unternehmens gefährdet wäre.

Egal ob Schwangerschaft, Krankheit oder ein Unfall, auch im Todesfall, solange es sich um den Betriebsleiter, seinen Ehegatten, Kinder, Pflegekinder, sämtliche mitarbeitende Familienmitglieder (MiFa) und der Betrieb auf Bodenbewirtschaftung beruht, besteht die Berechtigung Betriebs- bzw. Haushilfe zu erhalten.

Eine genaue Definition von mitarbeitenden Familienmitgliedern (MiFa) finden Sie hier.

Wo beantrage ich Betriebshilfe und an wen kann ich mich wenden?

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ist unterteilt in verschiedene Bereiche. Es gibt die landwirtschaftliche Krankenkasse, die landwirtschaftliche Pflegekasse, die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und die landwirtschaftliche Alterskasse. Je nach Zuständigkeit für den individuellen Ausfall, erfolgt die Erbringung der Leistung durch eine diese Sparten.
Beantragt wird Betriebshilfe immer bei der SVLFG, die steht übergeordnet für die zugehörigen Versicherungen. Der Antrag wird geprüft und der verantwortlichen Sparte zugeteilt, diese übernimmt dann die Betriebs- und Haushaltshilfe.

Wichtig: Denken Sie dran die Betriebshilfe vor Inanspruchnahme von selbstorganisierten Helfern zu beantragen und vorher alle Eventualitäten zu klären, damit auch eine korrekte Kostenübernahme für die Arbeitskraft erfolgen kann.

Alle wichtigen Formulare der SVLFG finden sie hier 

Haben sie weitere Fragen oder sind unsicher wenden Sie sich vertrauensvoll an ihren zuständigen Maschinenring.

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