Handy in der Hand

Notfallordner endlich digital

Notfallordner - endlich DIGITAL !

Gedruckte Notfallordner sind eine tolle Sache: aber wer hat Zugriff? Sind die Daten aktuell? Wie lassen sich konkrete Abschnitte der Inhalte teilen, ohne die Seiten davor und danach zeigen zu müssen?

Die Idee, alle Unterlagen für den Notfall in einer App zu bündeln, lag nahe. „Es war schnell klar, dass wir das für ein Gerät machen, das die allermeisten immer bei sich haben, für das Handy“, sagt Claudia Nistor, die Geschäftsführerin von Socialsolvent in Hannover.

Sinnvolle Anwendung

Im Ernstfall unterstützt die neue Anwendung ,Landwirte, Handwerksmeister, und andere Unternehmer. In einem passwortgeschützen Bereich der App (Kosten einmalig 3,60 Euro) können Daten hinterlegt werden, die für die Weiterführung des Betriebs im Notfall wichtig sind. „Fällt der Landwirt beispielsweise wegen einer Krankheit länger aus, hat ein Mitarbeiter oder die Ehefrau des Betroffenen mit einem Fingertipp Zugang zu allen wichtigen Daten der Firma“, ergänzt Thomas Sindelar.

Als sinnvoll hat sich die Hinterlegung folgender Daten erwiesen:

  • Persönliche Daten, Konten, Bank, private Versicherungen
    Zugang Ehefrau/Familie
  • Betriebskonten, Gesellschafterverträge, Pachtverträge
    Zugang Ehefrau/Familie und in größeren Betrieben ggfs. leitende Mitarbeiter
  • Kunden, Lieferanten, Dienstleiter
    Zugang: Ehefrau/Familie und Betriebshelfer und ggfs. Mitarbeiter
  • Schlagkartei und Pflanzenschutzkataster, Zugang Herdenmanager und HI-Tier usw.
    Zugang: Mitarbeiter, Betriebshelfer und ggfs. Dienstleister wie Tierarzt und Maschinenring
  • Tipps für Maschinen- und gerätebedienung mit hinterlegten Fotos
    Zugang: Mitarbeiter, Betriebshelfer und ggfs. Dienstleister wie Tierarzt und Maschinenring

Diese Liste ist individuell gestaltbar, die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

Auch für Privatleute

Doch bereits mit dem kostenfreien Teil der App können Patienten und deren Angehörige künftig einen besseren und schnelleren Überblick über ihre Rechte und über Hilfsangebote im Notfall bekommen. Stundenlanges Suchen im Internet nach den richtigen Informationen im Ernstfall ist damit überflüssig. Das neue Portal bietet unter anderem Tipps für das erste Gespräch mit dem Arzt im Krankenhaus. Es leitet weiter auf einen sogenannten Diagnoseübersetzer, der hilft, medizinische Fachbegriffe und Behandlungsmethoden zu erklären. Die App gibt auch Hinweise, was zu tun ist, sollte der Patient den Verdacht hegen, in einer Klinik falsch behandelt worden zu sein. Sie gibt zudem Tipps, wie Gelder von Versicherungen, zum Beispiel der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Krankentagegeldversicherung beantragt werden können und welche Formulare dafür ausgefüllt werden müssen. Auch auf die Frage, wie erklärt ein todkranker Patient seinen Angehörigen und Freunden sein Schicksal, geht die Anwendung ein. „Das sind alles Fragen, mit denen sich kaum jemand im Alltag beschäftigt und für die er im Ernstfall keinen Kopf hat“, sagt Thomas Sindelar. Die Tipps und Hinweise werden regelmäßig aktualisiert.

 

Sie möchten mehr über die App wissen? Klicken Sie hier.

Die App gibt es hier:

google

Apple

 

Lesen Sie auch, wie im Ernstfall mit Hilfe der Betriebshelfer der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) über den Maschinenring Ihr Betrieb weitergeführt werden kann und den Beitrag: Krankheit,Unfall – wie geht’s weiter?

Sie möchten lieber einen Notfallordner zum anfassen? Dann geht es hier weiter.

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