Winterdienst_zubrot

So lohnt sich der Zuverdienst durch Winterdienst für Landwirte!


Die kalte Jahreszeit ist für viele Landwirte eine Zeit zum Durchatmen und Kraft Schöpfen – gerade für Ackerbauern, denn die nächste Aussaat, Bearbeitung der Felder und Erntezeit kommt bestimmt. Ein wenig Ruhe im Winter tut jedem gut – doch auf der anderen Seite wird in diesem Zeitraum kein Einkommen generiert und die teuren Traktoren bleiben weitgehend ungenutzt. Eine Alternative ist es, in dieser Zeit Winterdienst anzubieten: So kann ein lohnender Zuverdienst erzielt werden!


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Gibt es überhaupt Bedarf an Winterdienst?
Um die Pflicht zum Räumen und Streuen kommt im Winter niemand herum. Die gesetzlichen Grundlagen zum Winterdienst regeln, dass Haus- oder Grundstückseigentümer, aber auch die Städte und Gemeinden selbst für die sichere Nutzung von Straßen und Wegen verantwortlich sind. Zudem haben viele Unternehmen Betriebsgelände, die von Schnee und Eis befreit werden müssen. Doch nicht immer verfügen Unternehmen oder Kommunen über genügend eigenes Personal und passendes Gerät. Hier liegt die Chance für Landwirte, einen professionellen Winterdienst anzubieten!


Wie startet man als Landwirt den Winterdienst?
Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, wie Sie als Landwirt Ihren Winterdienst anbieten und starten können: 

• Winterdienst als selbständiger Anbieter

Grundsätzlich können Sie als Landwirt Ihr Winterdienst-Angebot jederzeit selbständig anbieten. In diesem Fall sind Sie natürlich voll und ganz Ihr eigener Herr, müssen sich aber auch  selbst um alles kümmern: von der Beschaffung geeigneter Ausrüstung und Verbrauchsgüter wie Streumittel über die Akquisition der Kunden bis hin zur Abrechnung und einer Vertretungsregelung, falls Sie selbst zum Beispiel an einem Tag nicht arbeiten können. Hier kann es sinnvoll sein, sich vorab mit Kollegen aus der Nachbarschaft abzusprechen oder  einen Winterdienst gemeinsam anzubieten.

• Zusammenarbeit mit Winterdienst-Anbietern

Gerade für den Neustart in den Winterdienst ist die Zusammenarbeit mit bereits am Mark tätigen Winterdienst-Anbietern eine interessante Alternative. Engagierte Mitarbeiter werden auch hier immer wieder gebraucht. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es besteht in der Regel bereits ein fester Kundenstamm, auf Räumgerät sowie auf Schneepflug bzw. Schneeschild, Split- und Salzstreuer kann meist direkt zugegriffen werden und man ist nicht allein, sondern kann die Arbeit nach Absprache sinnvoll auf mehrere Schultern verteilen.

Übrigens: Natürlich bieten auch die Maschinenringe professionellen Winterdienst an und arbeiten dabei sehr gerne und vorrangig mit Partnern aus der Landwirtschaft zusammen!


Muss der Winterdienst angemeldet und versichert werden?

• Winterdienst als Gewerbe anmelden

Wenn man selbst als professioneller Winterdienst-Anbieter auftritt, ist ein Gewerbeschein notwendig. Winterdienst fällt nicht unter die landwirtschaftlichen Tätigkeiten, sondern zählt als gewerbliche Tätigkeit.

• Winterdienst betrieblich versichern

Jeder Landwirt hat in der Regel eine Betriebshaftpflichtversicherung. Tätigkeiten wie der Winterdienst sind aber normalerweise nicht Bestandteil dieser Versicherung! Wer Winterdienst anbietet, sollte also unbedingt den Versicherungsschutz seiner Betriebshaftpflicht prüfen, erweitern oder neu abschließen, um gegen Sachschäden, Umweltschäden, Vermögensschäden oder auch Personenschäden abgesichert zu sein.

Wie arbeitet man mit einem professionellen Winterdienst-Anbieter zusammen?
Arbeitet man mit einem professionellen Winterdienst-Anbieter zusammen, kommt es auf die vertragliche Vereinbarung an:

• Als selbständiger Sub-Unternehmer sind sie weiterhin selbst verantwortlich für Gewerbeanmeldung und Versicherung und tragen die Risiken.

• Auch möglich, aber eher die Ausnahme, ist die Festanstellung bei einem Anbieter. In diesem Fall sind Sie für die Tätigkeit im Winterdienst ein „normaler“ Arbeitnehmer – und der Winterdienst-Anbieter hat als Arbeitgeber die entsprechende Verantwortung für Gewerbeanmeldung und Versicherung. Außerdem stehen Ihnen als Arbeitnehmer weitere Rechte zu, zum Beispiel Urlaubstage, Nacht- und Wochenendzuschläge oder Bereitschaftspauschalen.

• Verbreitet ist eher die Vereinbarung, dass Sie als Landwirt Ihre Dienstleistung inklusive Technik und Personal anbieten. Beim Maschinenring-Winterdienst wird diese Regelung häufig angewendet: In diesem Fall ist man als Landwirt nicht Gewerbetreibender, sondern tritt gegenüber dem Maschinenring als Auftragnehmer auf. Der Maschinenring vermittelt seine Dienstleistung dann an den Auftraggeber.

Ist der Auftraggeber ebenfalls Mitglied im Maschinenring, wird häufig „im Namen und Auftrag“ abgerechnet.

Wichtig in diesem Fall: Solange Sie sich als Landwirt in gewissen Grenzen des Zusatzeinkommens bewegen, benötigen Sie keine Gewerbeanmeldung. Sie können als Landwirt über den Maschinenring Ihre Dienstleistung völlig legal gewerblichen oder privaten Kunden anbieten. Die Maschinenringe übernehmen meist die Angebotserstellung und immer die Abrechnung.

Wie wird Winterdienst abgerechnet?
Für selbstständige professionelle Winterdienst-Anbieter gibt es mehrere gängige Möglichkeiten der Abrechnung:

• Abrechnung nach Fläche oder Strecke

Diese Berechnung ist besonders bei vorher klar festgelegten Bereichen sinnvoll, zum Beispiel beim Betriebsgelände eines Unternehmens oder bestimmten Straßen und Wegen in einer Ortschaft.

• Abrechnung nach Stunden

Sinnvoll, wenn der räumliche Einsatz vorher nicht eindeutig festgelegt werden kann oder wenn es häufig zu besonders starken Schneefällen kommt, die einen höheren Aufwand erfordern.

• Vereinbarung eines Festpreises

Dienstleister und Kunde vereinbaren für den Winterdienst auf einer vereinbarten Fläche/Strecke für einen festen Zeitraum einen Fest- oder Komplettpreis, ausgehend von einem für die Region „normalen“ Winter. Bleibt der große Schneefall aus, zahlt der Kunde drauf – ist die Wintersaison aber ungewöhnlich lang, frostig und schneereich, kann die eigene Kalkulation knapp werden.

• Abrechnung nach Bereitschaft und Einsatz

In vielen Regionen, gerade im Norden Deutschlands, ist der Winterdienst meist nicht durchgängig nötig, sondern Schneefälle und Frosttage wechseln sich mit Plusgraden ab. Hier bieten sich Pauschalen für die Bereitschaft und dann die Abrechnung nach dem geleisteten Einsatz an.


Lohnt sich Winterdienst als „Zubrot“?
Eine generelle Antwort darauf gibt es nicht. Sie müssen selbst abwägen und kalkulieren, ob sich Winterdienst für Sie persönlich rechnet:

• Sie investieren ihre Zeit und – je nach Vereinbarung – eigenes Gerät, das in Schuss gehalten werden muss und durch den Einsatz im Winterdienst auch dem Verschleiß unterliegt. Zusätzliche Kosten entstehen durch Versicherungen, eventuell Anschaffung von speziellem Räumgerät oder Bevorratung von Streugut.

• Andererseits erhalten Sie guten Lohn für gute Arbeit und Sie nutzen die relativ arbeitsarme Zeit im Winter sinnvoll und produktiv. Durch Anstellung bei einem Winterdienst-Anbieter können Kostenrisiken minimiert werden.

• Die Vorteile bei einer Zusammenarbeit mit dem Maschinenring können Ihnen die Entscheidung erleichtern:

Sie müssen sich nicht selbst um Kunden bemühen, sondern der Maschinenring beteiligt sich an Ausschreibungen, erstellt Angebote und vereinbart die vertraglichen Regelungen. Außerdem übernimmt er die Abrechnung und falls es doch einmal Reklamationen gibt, ist der Maschinenring ein professioneller und erfahrener Partner.


Mehr Informationen zum Zuverdienst durch Winterdienst bieten die Maschinenringe vor Ort.
Wenn Sie als Landwirt daran interessiert sind, Winterdienst anzubieten und zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften, können Sie sich jederzeit an den Maschinenring Winterdienst wenden. Die Landesverbände Niedersachsen oder Schleswig-Holstein hier im Norden informieren Sie gern!

 

 

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